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Kreston UK Academies Benchmark Report 2026

February 10, 2026

Der 14. jährliche Kreston UK Academies Benchmark Report 2026 zeigt, dass Akademietrusts aller Größenordnungen ihre beste finanzielle Leistung seit drei Jahren erzielt haben, was eine deutliche Trendwende gegenüber dem vorangegangenen akademischen Jahr darstellt. Nur 37% der Trusts meldeten 2024/25 ein jährliches Finanzdefizit, verglichen mit 60% im Jahr 2023/24.

Trotz der verbesserten Schlagzeilen bleibt das Vertrauen im gesamten Sektor schwach. Fast alle Trusts erwarten, dass die Reserven in den nächsten zwei Jahren stark sinken werden, wobei die Single Academy Trusts (SATs) der Sekundarstufe bis 2026/27 einen Rückgang von 43% prognostizieren. Der Bericht hebt hervor, dass die jüngsten Überschüsse vor allem auf eine strenge Kostenkontrolle und unvorhergesehene jährliche Finanzmittel zurückzuführen sind und nicht auf eine Verringerung des zugrunde liegenden finanziellen Drucks.

Kevin Connor, Leiter des Bereichs Akademien und Partner bei Bishop Fleming, sagte: “Oberflächlich betrachtet haben die Akademietrusts ihr bestes Finanzjahr seit 2022 hinter sich. Die Überschüsse wurden jedoch größtenteils durch eine straffere Budgetierung und jährliche Finanzmittel gestützt, mit denen die Trusts bei der Festlegung ihrer Budgets nicht gerechnet hatten, und nicht durch eine Verringerung des zugrunde liegenden finanziellen Drucks. Unter der Oberfläche belasten Herausforderungen wie steigende Kosten und anhaltende Unsicherheit bereits das Vertrauen und schränken die Fähigkeit der Trusts ein, zu planen, zu investieren und zu wachsen.”

Die Größe des Trusts bleibt ein Schlüsselfaktor für die finanzielle Widerstandsfähigkeit

Der Bericht zeigt, dass die Größe des Trusts weiterhin eine entscheidende Rolle für die finanzielle Leistungsfähigkeit spielt. Größere Multi-Academy Trusts (MATs) meldeten durchschnittliche Überschüsse von 1,1 Millionen Pfund, während SATs und kleinere MATs durchschnittliche Überschüsse von weniger als 50.000 Pfund erzielten.

Die Reserven folgten einem ähnlichen Muster. Während nur 25% der Trusts insgesamt Reserven unterhalb der 5%-Grenze des Bildungsministeriums für Gefährdung hielten, fielen die Reserven in kleineren Trusts auf 11,5% des Einkommens, gegenüber 13% im letzten Jahr. Größere Trusts hielten ihre Rücklagen stabiler.

Claire Lowe, Chief Executive Officer von Inspire Learning Partnership, sagte: “Selbst in einem Jahr mit relativ hohen Überschüssen ist der Druck, dem die Schulen ausgesetzt sind, nicht verschwunden. Kleinere Stiftungen wie die unsere haben einen viel geringeren Spielraum für Fehler. Deshalb sind eine starke Führung, strenge Kontrollen und eine disziplinierte Finanzplanung absolut entscheidend, insbesondere in einem Umfeld der finanziellen Unsicherheit.

Wachstumsprognosen verlangsamen sich, da das Vertrauen schwindet

Während die MATs im Laufe des Jahres weiter wuchsen, dürfte sich das Tempo der Expansion deutlich verlangsamen. Der Durchschnitt der Trusts liegt jetzt bei knapp 14 Schulen, aber weit weniger planen, neue Akademien hinzuzufügen. Nur 36% erwarten, dass sie in den nächsten 12 Monaten expandieren werden, verglichen mit 61% im letzten Jahr.

Kevin Connor kommentierte: “Das geringe Vertrauen in der gesamten Branche hat die Wachstumsprognosen gedämpft und ernsthafte Bedenken aufkommen lassen, ob die Trusts über die nötigen Mittel und Ressourcen verfügen, um Schulen mit komplexen Herausforderungen zu sanieren.”

Benedicte Yue, Chief Financial Officer bei River Learning Trust, fügte hinzu, dass Größe zwar helfen kann, Risiken zu bewältigen, dass Wachstum aber keine Universallösung ist und sorgfältig gegen lokale Bedürfnisse und organisatorische Kapazitäten abgewogen werden muss.

Steigende Personalkosten und zunehmender Druck durch SEND

Der Kostendruck lastet weiterhin schwer auf den Finanzen der Akademietrusts. Neunzig Prozent der Stiftungen nannten die Kosten für Lehr- und Hilfspersonal als eine ihrer größten finanziellen Herausforderungen, gegenüber 81% im letzten Jahr. Die Personalkosten machten in allen Stiftungsarten mehr als 75 % der Einnahmen aus, neben den steigenden Kosten für Immobilien, Versorgungsleistungen und SEND-Kosten.

David Butler, leitender Autor des Berichts und Partner bei Bishop Fleming, sagte: “Erhöhte Personalkosten, Reparaturen von Immobilien, Versorgungsleistungen und SEND-Angebote üben Druck auf die Budgets aus, so dass die Trusts unter Bedingungen arbeiten müssen, die kein Unternehmen des privaten Sektors bewältigen könnte.”

Begrenzte Fortschritte bei Net Zero und der Finanzierung von Schulessen

Der Bericht hebt auch hervor, dass die Fortschritte auf dem Weg zum Nulltarif ins Stocken geraten sind, da sich die Kohlendioxidemissionen pro Schüler kaum verändert haben und es unsicher ist, ob die Ziele für 2050 erreicht werden können, nachdem die wichtigsten Förderprogramme des öffentlichen Sektors auslaufen.

Darüber hinaus gaben nur 11% der Stiftungen an, dass die Mittel für die Schulspeisung ausreichen, um die Kosten zu decken, was viele dazu zwingt, das Angebot aus den Kernbudgets zu subventionieren und die Ressourcen vom Lehren und Lernen abzuziehen.

Kurzfristige finanzielle Impulse durch die Zinsen

Die anhaltend hohen Zinssätze haben sich kurzfristig positiv ausgewirkt und zusätzliche Einnahmen aus Barguthaben generiert. Die durchschnittlichen Erträge stiegen auf 33 £ pro Schüler, wobei große MATs die höchsten Erträge erzielten. Der Bericht warnt jedoch davor, dass diese Einnahmen den längerfristigen Finanzierungsdruck, mit dem der Sektor konfrontiert ist, nicht ausgleichen können.

Um den vollständigen Kreston Academies Benchmark Report 2026 herunterzuladen, klicken Sie hier.