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Einblick von Interpreneur: Umgang mit Risiken im Bereich der Verrechnungspreise

September 10, 2026

Das Management von Verrechnungspreisrisiken ist längst nicht mehr nur eine Frage der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Für internationale Unternehmen steht es zunehmend im Zusammenhang mit Wertschöpfung, Gewinnverteilung, Unternehmensführung und Risikomanagement – und verdient daher Aufmerksamkeit auf höchster Führungsebene.

Für den „Interpreneur Report“ haben wir 1.100 Führungskräfte mittelständischer Unternehmen in 11 Ländern befragt und ihnen 11 zentrale Fragen zu ihren Erfahrungen bei der Internationalisierung gestellt. Wir haben dabei Herausforderungen, Chancen und Erwartungen für die Zukunft beleuchtet, und die Ergebnisse bieten wertvolle Einblicke in die Gestaltung des Weges zum unternehmerischen Erfolg.

In dieser neuesten Folge des Interpreneur-Podcasts ist Jose Padilla, Experte bei Kreston Global und Partner im Bereich Steuer- und Rechtsberatung bei Kreston BSG, zusammen mit Yessica Valor, Regional Senior Tax Manager für Nord- und Mittelamerika bei Tetra Pak, sowie Martin Bonner, Vorsitzender der Kreston Global Transfer Pricing Group und Partner sowie Steuerberater bei AREA Bollenberger, zu Gast.

In sechs kurzen Episoden untersucht die Diskussionsrunde, wie sich das Umfeld der Verrechnungspreise verändert, da Unternehmen und Steuerbehörden Zugang zu immer mehr Daten erhalten, die Technologie die Steuerverwaltung verändert und internationale steuerliche, zollrechtliche und regulatorische Anforderungen zunehmend miteinander verflochten sind.

Von der strategischen Bedeutung der Verrechnungspreise und den Auswirkungen der künstlichen Intelligenz über APA und MAP bis hin zu regionalen Unterschieden und proaktivem Risikomanagement bietet die Reihe praktische Einblicke, wie multinationale Unternehmen globale Unternehmensführung mit dem lokalen Fachwissen verbinden können, das für eine effektive Geschäftstätigkeit in verschiedenen Rechtsräumen erforderlich ist.

Beobachten und zuhören

Folge 1: Vorstellung der Experten

Lernen Sie die Podiumsteilnehmer der Reihe kennen und erfahren Sie mehr über die internationalen Erfahrungen, die sie in die Diskussion einbringen.

Yessica gibt Einblicke aus ihrer mehr als 20-jährigen Tätigkeit in verschiedenen Branchen und Beratungsfunktionen sowie aus ihren derzeitigen Aufgaben in Nord- und Mittelamerika. Martin berichtet über seine mehr als 15-jährige Karriere im Bereich Verrechnungspreise, die sowohl Tätigkeiten in der Industrie als auch in der Beratung umfasst, sowie über seine Arbeit als Vorsitzender der Kreston Global Transfer Pricing Group.

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Folge 2: Die zunehmende Bedeutung der Verrechnungspreise

Warum sollte die Verrechnungspreisgestaltung als strategisches Geschäftsthema und nicht lediglich als steuerrechtliche Verpflichtung betrachtet werden?

Yessica, Jose und Martin untersuchen, inwiefern die Verrechnungspreisgestaltung zunehmend mit der Wertschöpfung, der Gewinnverteilung und dem Risikomanagement verknüpft ist. Eine größere Transparenz zwischen den einzelnen Rechtsordnungen, der automatisierte Informationsaustausch sowie Entwicklungen im internationalen Steuerrecht bedeuten, dass multinationale Unternehmen bei der Ausarbeitung und Kommunikation ihrer Verrechnungspreispositionen auf eine größere Einheitlichkeit angewiesen sind.

In der Diskussion wird erörtert, warum die Verrechnungspreisgestaltung zunehmend über den Bereich der Steuerverwaltung hinausgeht und zu einem Thema wird, das die oberste Führungsebene verstehen sollte.

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Folge 3: Globale Trends bei der Verrechnungspreisgestaltung

Technologie, Zölle und mehr Transparenz verändern die Landschaft der Verrechnungspreise – doch sie verändern auch die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Steuerbereichen.

In dieser Folge befasst sich die Diskussionsrunde mit den zunehmenden Verflechtungen zwischen Verrechnungspreisen, dem Zollwesen und anderen Steuerbereichen. Da die Zollbehörden verstärkt auf Verrechnungspreisdokumentationen zurückgreifen und die Steuerbehörden einen immer besseren Einblick in multinationale Transaktionen gewinnen, müssen Unternehmen berücksichtigen, wie sich Entscheidungen und Argumente in einem Bereich auf einen anderen auswirken könnten.

Die Referenten erörtern zudem die zunehmende Bedeutung von KI und automatisierten Tools sowie die Frage, warum Unternehmen auf genaue und einheitliche Informationen angewiesen sind, um mit den immer versierteren Steuerbehörden Schritt halten zu können.

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Folge 4: Proaktiver Umgang mit Verrechnungspreisrisiken

Wenn die Steuerbehörden heute über mehr Informationen verfügen als je zuvor, wie können multinationale Unternehmen potenziellen Streitigkeiten im Bereich der Verrechnungspreise vorbeugen?

Die Podiumsdiskussion befasst sich mit proaktiven Ansätzen zum Risikomanagement, darunter Vorabvereinbarungen über die Verrechnungspreisgestaltung (Advance Pricing Agreements, APAs), Verfahren der einvernehmlichen Einigung (Mutual Agreement Procedures, MAPs) sowie bilaterale Mechanismen, die Unternehmen dabei unterstützen können, mehr Sicherheit in Bezug auf ihre internationalen Geschäftsaktivitäten zu schaffen.

Sie untersuchen zudem, wie sich Steuerprüfungen verändern. Anstatt zunächst zu versuchen, ein Unternehmen zu verstehen, können die Behörden zunehmend digitale Informationen nutzen, um Unstimmigkeiten bereits vor Beginn einer Prüfung aufzudecken. Für Unternehmen bedeutet dies, dass Datenqualität, Technologie, Analytik und funktionsübergreifende Zusammenarbeit an Bedeutung gewinnen.

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Fünfte Folge: Die globale Strategie mit lokalem Fachwissen in Einklang bringen

Kann ein multinationales Unternehmen überall denselben Verrechnungspreisansatz anwenden?

Jessica und Martin erörtern die unterschiedlichen Stufen der regulatorischen Reife, der Umsetzung sowie der Prüfung durch die Steuerbehörden in Europa, Lateinamerika, den USA und einzelnen Ländern wie beispielsweise Brasilien.

Zwar sorgen globale Richtlinien, Überwachung und Governance für die notwendige Einheitlichkeit, doch vertritt das Gremium die Ansicht, dass eine erfolgreiche Umsetzung lokales Fachwissen erfordert. Die Einbindung lokaler Experten kann Unternehmen dabei helfen, zu verstehen, wie internationale Grundsätze in den einzelnen Rechtsordnungen ausgelegt werden, und potenzielle Kontroversen zu erkennen, bevor diese sich zu kostspieligen Rechtsstreitigkeiten entwickeln.

Das Ergebnis ist ein Modell, das eine globale Ausrichtung mit einer fundierten lokalen Umsetzung verbindet.

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Folge 6: Ratschläge von den Experten

Welche Schwerpunkte sollten Führungskräfte im Bereich internationales Steuerrecht und Verrechnungspreise setzen, während sich das Umfeld weiter verändert?

In der letzten Folge führen Jessica und Martin die zentralen Themen der Serie zusammen. Ihr Rat lautet, lokales Fachwissen, regionale Kenntnisse und globale Steuerung zu verbinden und gleichzeitig die Kommunikation, das organisatorische Lernen sowie ein proaktives Risikomanagement zu stärken.

Transparenz und der Zugriff auf Echtzeitdaten gewinnen ebenfalls zunehmend an Bedeutung. Anstatt auf eine Prüfung zu warten, um die Gründe für eine Verrechnungspreisposition nachträglich zu rekonstruieren, sollten Unternehmen diese Position bereits bei der Entscheidungsfindung entwickeln und dokumentieren.

Die Botschaft ist klar: Eine effektive Verrechnungspreisgestaltung erfordert globale Konsistenz, ohne dabei die lokalen Gegebenheiten aus den Augen zu verlieren. Durch die Bündelung der richtigen Fachkompetenz, Führungsstrukturen und Daten können sich Unternehmen in eine stärkere Position versetzen, um Risiken vorausschauend zu erkennen, auf Prüfungen zu reagieren und ihr internationales Wachstum zu fördern.

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