Von allen befragten Ländern sind die Unternehmer in Singapur am wenigsten zuversichtlich, was das aktuelle Umfeld für internationale Expansion angeht – dennoch bewerteten sie dieses mit einer Positivitätsnote von 7,2 von 10 Punkten.
Inwieweit hat sich die KI auf die internationale Expansionsstrategie Ihres Unternehmens ausgewirkt?
Mehr Befragte sind der Meinung, dass es für Unternehmen heute schwierig ist, ins Ausland zu expandieren (40 %), als dass dies einfach sei (29 %). Zwei Drittel (66 %) glauben, dass sich das allgemeine Umfeld für internationale Geschäftsexpansionen in den nächsten zwei bis drei Jahren verbessern wird.
Die wirtschaftliche Volatilität stellte die größte Herausforderung für die internationale Expansion dar (für 46 %), gefolgt von der Lokalisierung der Geschäftstätigkeit, einschließlich des Aufbaus einer konformen Backend-Struktur (42 %, im Vergleich zu nur 25 % weltweit).
KI hat sich auf die internationale Expansionsstrategie deutlich weniger stark ausgewirkt als im weltweiten Durchschnitt: Etwas mehr als die Hälfte (52 %) stufte ihren Einfluss als erheblich ein, während ein Drittel (34 %) ihn als mäßig bezeichnete. Nur 37 % gaben an, dass die Einführung fortschrittlicher Technologien eine bedeutende Chance für künftige Auslandsaktivitäten darstelle, verglichen mit einem weltweiten Durchschnitt von 52 %.
Stattdessen wird davon ausgegangen, dass die größten Zukunftschancen in der Erschließung neuer Kundenmärkte (52 %), dem Aufbau strategischer Partnerschaften oder Joint Ventures (51 %) sowie der Senkung der Produktions- oder Betriebskosten (43 %) liegen.
Was zukünftige Bedrohungen angeht, sind Unternehmer in Singapur am meisten besorgt über geopolitische Instabilität (52 %), Störungen in der Lieferkette (43 %) sowie zollbedingte Kostensteigerungen (42 %) – allesamt Werte, die über dem globalen Durchschnitt liegen. Interessanterweise stuften sie das Risiko von Datenlecks oder Cybervorfällen für ihre Auslandsgeschäfte niedriger ein als anderswo (21 % gegenüber 28 % weltweit).
Singapur ist eine der offensten Volkswirtschaften der Welt; laut aktuellen Berichten der Weltbank liegt das Verhältnis von BIP zu Außenhandel dort durchweg über 300 %.
Da Singapur eine Stadt ist, die stark vom Handel abhängig ist, wirken sich Gegenwinde im globalen System – seien es geopolitische Spannungen oder Störungen in der Lieferkette – unmittelbar und tiefgreifend auf die Wirtschaft und das Vertrauen der Unternehmen aus. Daher überrascht es nicht, dass die Stimmung unter den Unternehmern in Singapur hinsichtlich der globalen Expansion weniger optimistisch ist als in anderen Volkswirtschaften.
In der Zwischenzeit sollten Unternehmen der internen Vorbereitung Priorität einräumen. Dies ist ein sinnvoller Ansatz, um die Unternehmensführung zu stärken, Prozesse zu optimieren und solide operative Rahmenbedingungen zu schaffen. Allzu oft unterschätzen Unternehmen die Bedeutung der internen Abstimmung – dabei ist dies die entscheidende Stärke, die es ihnen ermöglicht, die Chancen besser zu nutzen, sobald sich die Lage stabilisiert und die Möglichkeiten für eine globale Expansion wieder an Dynamik gewinnen.
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