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Marktüberblick: Ein Blick aus Australien

Die Stimmung unter australischen Unternehmern hinsichtlich der Aussichten für eine internationale Expansion ist optimistisch. Ein etwas höherer Anteil als im weltweiten Durchschnitt (63 % gegenüber 57 %) war der Ansicht, dass ein solcher Schritt im aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld leicht zu bewerkstelligen sei.

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Die Mehrheit (88 %) geht davon aus, dass sich die Rahmenbedingungen für die internationale Expansion in den kommenden Jahren verbessern werden, während 8 % davon ausgehen, dass sie sich verschlechtern werden. Mit Blick auf die Zukunft werden die wichtigsten Chancen voraussichtlich im Zugang zu neuen Kundenmärkten (63 %) und in der Einführung fortschrittlicher Technologien (57 %) liegen – beide Bereiche wurden höher eingestuft als im globalen Durchschnitt.

Der Zugang zu digitalen Technologien und Innovationen war für 41 % der Befragten ein Hauptmotiv für die internationale Expansion und lag damit an dritter Stelle hinter der Nutzung von Wachstumschancen auf dem Markt (59 % gaben dies an) und der Marktdiversifizierung (42 %).

Unterdessen hat KI bei 72 % erhebliche Auswirkungen auf die internationalen Expansionsstrategien. Nur jeder Zehnte (10 %) gab an, dass die Auswirkungen gering oder gar nicht vorhanden seien. Dies ist ermutigend, da Untersuchungen von Cisco und dem Governance Institute of Australia ergeben haben, dass die Einführung von KI durch australische Unternehmen bislang langsamer voranschreitet als bei ihren regionalen Konkurrenten.7

Auf die Frage, was ein Land für eine internationale Expansion am attraktivsten macht, unterschieden sich die häufigsten Antworten der Australier leicht von der weltweiten Sichtweise. Fast sechs von zehn Befragten (57 %) nannten die zukünftigen wirtschaftlichen Wachstumsaussichten, und ebenso viele (57 %) gaben die Übereinstimmung mit der langfristigen Wachstumsstrategie an. An dritter Stelle folgten Qualifikationen und Talente mit 53 %, gefolgt von einem transparenten regulatorischen Umfeld (48 %).

Wie auch anderswo wird geopolitische Instabilität als größte zukünftige Bedrohung angesehen (von 42 %). Es folgen Änderungen bei Vorschriften oder Compliance-Anforderungen (39 %), zollbedingte Kostensteigerungen (39 %) und Störungen in der Lieferkette (36 %).

7. Computer Weekly, 17. November 2025: Australien hinkt bei der Einführung von KI hinter seinen regionalen Nachbarn hinterher https://www.computerweekly.com/news/366634594/Australia-lags-regional-peers-in-AI-adoption#:~:text=Er%20wies%20außerdem%20auf%20eine


Die australischen Führungskräfte sind zuversichtlich, geben sich jedoch nicht selbstzufrieden. Es herrscht ein klares Bewusstsein dafür, dass die Chancen für eine internationale Expansion zwar groß sind, das Umfeld jedoch komplexer und unbeständiger ist als in der Vergangenheit.

Im Gegensatz zu einigen Märkten mit höherem Wachstum sind australische Unternehmen sehr sensibel für geopolitische Risiken, Anfälligkeiten in der Lieferkette und regulatorische Komplexität. Dies führt zu wohlüberlegteren und strategischeren Expansionsentscheidungen.

Die Entwicklung in Australien ist von besonnenem Selbstvertrauen geprägt. Unternehmen expandieren nicht, weil die Rahmenbedingungen perfekt sind, sondern weil sie gut vorbereitet sind – und genau das wird letztendlich den Unterschied ausmachen zwischen denen, die international erfolgreich sind, und den anderen.

Jack Delmo,CEO von Bentleys Victoria,