Obwohl sie das aktuelle Klima für internationale Geschäftsexpansion mit 8,3 von 10 Punkten positiv bewerteten, gaben nur 40 % der mexikanischen Unternehmer an, dass dies ihrer Meinung nach heute leicht zu erreichen sei (im Vergleich zu 57 % weltweit), während 36 % dies für schwierig hielten. Die Einhaltung von Vorschriften, ESG-Kriterien und gesetzlichen Bestimmungen stellte für sie die größte Herausforderung bei der Expansion ins Ausland dar (43 % gaben dies an), gefolgt von wirtschaftlicher Volatilität (41 %).
Was sind Ihrer Meinung nach die größten potenziellen Risiken für Ihr Auslandsgeschäft?
Zölle spielen für mexikanische Unternehmen eine große Rolle, seit sie Anfang 2025 zu den ersten Ländern gehörten, gegen die erhöhte US-Zölle verhängt wurden.9 Obwohl es ihnen gelungen ist, einen stabilen Exportmarkt mit den USA aufrechtzuerhalten, und sie selbst erhebliche Zölle verhängt haben – insbesondere gegenüber China,10 – sieht fast die Hälfte (49 %) zollbedingte Kostensteigerungen als erhebliche Bedrohung für ihre künftigen Auslandsgeschäfte an (gegenüber einem globalen Durchschnitt von 40 %).
Sechs von zehn Befragten (61 %) gaben an, dass Zölle oder Handelsstreitigkeiten die globale Strategie in den letzten Jahren beeinflusst hätten. Günstige Handelsabkommen und Steuerpolitik wurden als entscheidende Faktoren angesehen, die ein Zielland für eine internationale Expansion besonders attraktiv machen (jeweils 55 % und 45 %).
Der Zugang zu Fachkräften und Talenten ist für mexikanische Unternehmer ein weniger wichtiger Faktor für die internationale Expansion als für Unternehmer in den meisten anderen Ländern – 17 % nannten dies als Hauptmotiv, verglichen mit 24 % weltweit. Nur ein Viertel (25 %) gab an, dass die Verfügbarkeit lokaler Talente und die Offenheit für die Einwanderung qualifizierter Fachkräfte ein Land für die internationale Expansion besonders attraktiv machen würden (gegenüber 43 % weltweit).
Die Sicherung von Wettbewerbsvorteilen durch die Erschließung neuer Märkte vor der Konkurrenz hat in den letzten zwei Jahren als Grund für eine Expansion ins Ausland an Bedeutung gewonnen. Die Hälfte (50 %) nennt dies nun als Hauptmotiv (und ordnet es damit an zweiter Stelle hinter den Marktwachstumschancen mit 51 % ein), verglichen mit 30 % im Jahr 2024.
Die mexikanische Wirtschaft verzeichnet derzeit ein geringes Wachstum, was Unternehmer dazu veranlasst, nach Expansionsmöglichkeiten in neuen Märkten zu suchen, insbesondere in den USA. Auch in den spanischsprachigen Ländern Lateinamerikas und in Spanien bieten sich Chancen; allerdings ist die Kaufkraft dort im Vergleich zum US-Markt im Allgemeinen geringer.
Werden die Risiken einer Nichteinhaltung gesetzlicher Vorschriften nicht angemessen abgewogen, kann dies erhebliche Folgen nach sich ziehen, wie etwa Strafen, logistische Verzögerungen und zusätzlichen Verwaltungsaufwand.
Mittelständischen Unternehmen fehlen oft die internen Kapazitäten, um die rechtlichen Rahmenbedingungen einer internationalen Expansion abzuschätzen, sowie die Marktanalysen, die erforderlich sind, um Komplikationen bei der Expansion ins Ausland zu vermeiden.
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