Spanische Unternehmer sind deutlich weniger zuversichtlich als viele ihrer Kollegen weltweit. Dennoch bewerteten sie das aktuelle Klima für die internationale Geschäftsexpansion mit einer Positivitätsnote von 7,3 von 10 Punkten, und 60 % gaben an, dass sie davon ausgehen, dass sich das allgemeine Umfeld in Zukunft verbessern wird. Etwas mehr als ein Drittel (35 %) gab an, dass es für Unternehmen heute einfach sei, ins Ausland zu expandieren, doch die Hälfte (50 %) hält dies für schwierig.
Was waren die Hauptgründe für die internationale Expansion Ihres Unternehmens?
Trotz der Herausforderungen wiesen die Befragten in Spanien darauf hin, dass es gewichtige Gründe für eine internationale Expansion gibt. Heute gaben 60 % an, dass Wachstumschancen auf den Märkten ein Hauptmotiv seien (gegenüber 48 % im Jahr 2024), und 46 % nannten die Erlangung von Wettbewerbsvorteilen als wichtigen Treiber (gegenüber 37 % vor zwei Jahren).
In einigen Bereichen haben sich spanische Unternehmen, die ins Ausland expandieren, inmitten der weltweiten Turbulenzen recht gut behauptet. Nur jeder Sechste (17 %) gab an, dass der Umgang mit wirtschaftlicher Volatilität – einschließlich Währungsschwankungen, Inflation und/oder geringem Wachstum – während des internationalen Expansionsprozesses eine Herausforderung darstellte (weltweit war dies mit 38 % das wichtigste Thema für Unternehmer). Weniger als die Hälfte (46 %) gab an, dass Zölle oder Handelsstreitigkeiten ihre globale Strategie in den letzten ein bis zwei Jahren erheblich beeinflusst hätten (im Vergleich zu 57 % weltweit).
Ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber (oder ihre Bereitschaft zur Nutzung von) Disruption in anderen Formen ist jedoch nicht so eindeutig: Es ist bemerkenswert, dass KI auch einen geringeren Einfluss auf die Strategie hat als im globalen Durchschnitt, wobei 58 % ihre Auswirkungen als erheblich einstufen (gegenüber 74 % weltweit). In einem damit zusammenhängenden Befund ist der Zugang zu digitalen Technologien und Innovationen ein weniger wichtiger Treiber für die internationale Expansion als in anderen Ländern – nur 23 % gaben dies an (im Vergleich zu 40 % weltweit).
Die Aufrechterhaltung des Zusammenhalts grenzüberschreitender Teams sowie die Einstellung und Bindung von Mitarbeitern, die zur Unternehmenskultur passen, stellen die größten Herausforderungen dar, wenn es darum geht, die Unternehmenskultur im Zuge der internationalen Expansion zu bewahren (jeweils 37 %). Die Befragten zeigten sich jedoch deutlich weniger besorgt über Themen wie unterschiedliche Erwartungen an das Management oder die Führung sowie die einheitliche Vermittlung der Unternehmenskultur in den verschiedenen Ländern (jeweils 20 %).
Spanien verfügt über einen stark exportorientierten Wirtschaftssektor, der auf den internationalen Märkten zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Auswirkungen von Zöllen und Handelsstreitigkeiten haben mittlerweile strukturellen Charakter angenommen. Die Wahl des Marktes ist nicht mehr nur eine unternehmerische Entscheidung, sondern auch eine Entscheidung im Rahmen des Risikomanagements mit direkten steuerlichen Auswirkungen – von Verrechnungspreisprüfungen bis hin zur Analyse von Doppelbesteuerungsabkommen.
Es überrascht nicht, dass 37 % die internationale Besteuerung als ihre größte operative Herausforderung ansehen und dass die Steuerpolitik des Ziellandes mittlerweile der zweitwichtigste Faktor bei der Auswahl eines Marktes ist.
Die Umsetzung der OECD-Säule 2 und die umfassende Verschärfung des BEPS-Rahmenwerks zwingen spanische Unternehmen dazu, bei der internationalen Steuerplanung einen proaktiven statt eines reaktiven Ansatzes zu verfolgen.
Unternehmen, die ihre internationale steuerliche und rechtliche Struktur stärken, sind am besten aufgestellt, um die sich bietenden Chancen zu nutzen, sobald sie sich ergeben.
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