Nigerianische Unternehmer sind äußerst zuversichtlich. Sie bewerteten das aktuelle Klima für die internationale Geschäftsexpansion mit 9,2 von 10 Punkten am positivsten aller Länder, und fast alle (99 %) gehen davon aus, dass sich das Umfeld in den kommenden Jahren weiter verbessern wird. Fast neun von zehn (89 %) sind der Meinung, dass eine Expansion ins Ausland derzeit einfach ist, während nur 6 % glauben, dass ein solcher Schritt schwierig wäre.
Inwieweit hat sich die KI auf die internationale Expansionsstrategie Ihres Unternehmens ausgewirkt?
Und das, obwohl Zölle und Handelsstreitigkeiten in den letzten Jahren erhebliche Auswirkungen hatten: 81 % gaben an, dass diese die globale Strategie ihres Unternehmens maßgeblich beeinflusst haben, doch nur 21 % sehen zollbedingte Kostensteigerungen als große Bedrohung für ihre Auslandsgeschäfte in der Zukunft an (im Vergleich zu 40 % weltweit).
Die Gewinnung von Talenten ist mittlerweile ein wichtiger Treiber für die internationale Expansion – 34 % gaben dies in diesem Jahr an, womit dieser Faktor zu den drei wichtigsten Gründen zählt (hinter Wachstumschancen auf dem Markt sowie dem Zugang zu digitalen Technologien und Innovationen); im Jahr 2024 lag dieser Anteil noch bei 21 %.
KI dürfte das Unternehmertum im Land besonders stark verändern. Die überwiegende Mehrheit (94 %) gab an, dass KI einen erheblichen Einfluss auf die Strategie zur internationalen Expansion habe. Die Hälfte (50 %) nannte den Zugang zu digitalen Technologien und Innovationen als Hauptmotiv für die internationale Expansion (im Vergleich zu 40 % weltweit).
Die größten potenziellen Risiken für Auslandsgeschäfte werden in Zukunft wie folgt eingeschätzt: geopolitische Instabilität (47 %) sowie Änderungen bei Vorschriften oder Compliance-Anforderungen und verstärkter Wettbewerb durch lokale Unternehmen (jeweils 37 %). Der Zugang zu neuen Kundenmärkten (60 %) sowie der Aufbau strategischer Partnerschaften oder Joint Ventures (57 %) werden als die wichtigsten Chancen für die Zukunft angesehen.
Unserer Erfahrung nach wird die internationale Expansion nicht mehr als langfristiges Ziel betrachtet, sondern zunehmend als strategische Notwendigkeit für Unternehmen, die auf Widerstandsfähigkeit und nachhaltiges Wachstum setzen.
Dieser Wandel wird durch anhaltende makroökonomische Belastungen vorangetrieben, darunter Währungsschwankungen und Inflation, die sich weiterhin auf Kostenstrukturen und Rentabilität auswirken. Gleichzeitig ermöglichen die zunehmende Digitalisierung und der verbesserte Zugang zu regionalen Märkten, insbesondere in Afrika, es Unternehmen, grenzüberschreitende Geschäftsmöglichkeiten mit größerer Zuversicht zu erkunden. Diese Ambitionen gehen jedoch häufig mit einer Unterschätzung der damit verbundenen operativen und regulatorischen Komplexitäten einher.
Aus unseren jüngsten Kundenkontakten lässt sich ein deutlicher vorsichtiger Optimismus ablesen. Unternehmen prüfen aktiv Expansionsmöglichkeiten, gehen dabei jedoch bedachter und strategischer vor.
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